Aktuelles

Internationaler Museumstag

Zum Internationalen Museumstag öffnet das Dorfmuseum Langlingen, Hauptstr. 44, am 21. Mai 2023 (13 bis 17 Uhr) seine Ausstellungen.

Vor 34 Jahren wurde das Dorfmuseum im Speicher des ehemaligen „Greithen Hofes“ mit etwa 164 Exponaten eröffnet. Mittlerweile gehören nicht nur mehr als 4500 Exponate, sondern auch 3 weitere Ausstellungsgebäude und ein Kräutergarten mit diversen Pflanzen zum Museum in der Ortsmitte. Am „Internationalen Museumstag“ wird neben dem Speicher die Dampflokomobile angeheizt und in Betrieb zu sehen sein. Sie ist eine der wenigen vollbetriebsfähigen in Norddeutschland.

Lassen Sie sich in die Lebenswelt der dörflichen Bevölkerung des letzten Jahrhunderts entführen. Vielleicht werden Sie einige Dinge aus eigener Kindheit wiedererkennen. Im Kräutergarten sprießen die Pflanzen. Viele Beete sind bestellt und warten auf die wärmende Maisonne. Holen Sie sich Tipps oder erfahren sie Neues aus der Welt der Kräuter. Die Museumskaffeestube bietet selbstgebackenen Kuchen an. Der Eintritt ist frei.

Dampflokomobile

Kräutergarten

Klöppeln – altes Handwerk

Saisoneröffnung mit Ausstellung und Vorführaktion im Dorfmuseum Langlingen am Sonntag, den 16. April 2023 (13 bis 17 Uhr)
Das Dorfmuseum Langlingen eröffnet die Saison 2023 mit einer alten Handarbeitstechnik. Das Klöppeln wurde im 16. Jahrhundert in Italien entwickelt. Mit Hilfe von Klöppeln (spindelförmige, meist aus Holz gefertigten „Spulen“) und dem daran aufgewickelten Garn wurden verschiedenartige Spitzen gefertigt. Diese Klöppelspitzen entstanden, um den Rändern von Kleidungsstücken und Textilien eine feste und gleichzeitig dekorative Kante geben zu können. Nach einer Vorlage (Klöppelbrief) werden die Fäden im systematischen Wechsel durch Verdrehen, Verkreuzen, Verknüpfen und Verschlingen zu Klöppelspitzen verarbeitet.

Klöppelspitzen und Textilien werden in einer Ausstellung gezeigt. Das Klöppeln wird vorgeführt und erklärt. Es besteht die Möglichkeit für Besucher das Klöppeln selbst einmal zu probieren. Die Ausstellungen des Museums sind geöffnet. In der Museumskaffeestube können Sie selbstgebackenen Kuchen genießen. Der Eintritt ist frei.

Informativer Vortrag

Etwa 75 interessierte Besucher füllten am 03.02.23 das Aller-Haus in Langlingen bis auf den letzten Platz, um den Vortrag „80 Jahre Eisenbahn Celle-Gifhorn 1913-1993“ von Hans-Heinrich Heidmann aus Offensen hören zu können. Viele der Zuhörer konnten aus eigenen Erfahrungen als Passagier, als Nutzer der Transportkapazitäten z.B. für Zuckerrüben oder als Zeitzeugen mit Anekdoten und Geschichten zum Thema beitragen. H.-H. Heidmann leitet das Chronikteam des Heimatvereins Offensen-Schwachhausen, er schilderte nicht nur schlichte Fakten zu Planung, Bau, Betrieb und Stilllegung der Strecke. Er bettete diese auch in die Zeitgeschichte ein und konnte so bei den Besuchern eine sehr lebendige Vorstellung von den politischen Verhältnissen, wirtschaftlichen Überlegungen und von der außerordentlichen Bedeutung dieses neuen Transportweges für die an ihm gelegenen Dörfer erzielen. Angesichts überwiegend unbefestigter Straßen, auf denen Pferdefuhrwerke verkehrten, brachte die Anbindung an das Schienennetz eine extreme Veränderung der Lebensbedingungen. Dies wurde von den im Planungsprozess beteiligten Dörfern früh erkannt. Sie wollten die Bahnstrecke und beschlossen meist einstimmig die Abgabe der Flächen für deren Bau.

Neben den in der heutigen Zeit eher lustig erscheinenden Filmaufnahmen von 1939 für den Spielfilm „Kongo-Express“, dessen Handlung in Afrika spielte und der am Offensener Bahnhof und auf den Schienen in der Nähe gedreht wurde, durfte auch ein trauriges Kapitel der deutschen Geschichte an dieser Bahnlinie im Vortrag nicht fehlen. Im April 1945 wurden während eines längeren Zugaufenthalts südlich von Wienhausen 45 KZ-Häftlinge neben den Gleisen begraben. Sie waren während des Transports unter unmenschlichen Umständen ums Leben gekommen.

Nach etwa 60 Jahren Bahnbetrieb verursachte der Wandel im Verkehrswesen zu Gunsten des Automobils ein Stilllegungsprogramm der Bundesbahn. Dies führte zu Reduzierungen im Personen- und Güterverkehr und nach insgesamt weiteren 20 Jahren zur endgültigen Stilllegung des gesamten Eisenbahnverkehrs auf dieser Strecke, fast auf den Tag genau, 80 Jahre nach der Eröffnung.

Als Ergänzung zum Vortrag hatte Heinz Königsbrück aus Langlingen vier verschiedene von ihm angefertigte Bahnhofsmodelle der Orte Wienhausen, Langlingen, Müden-Dieckhorst und Wilsche ausgestellt. Diese erweckten das Interesse vieler Besucher vor und nach dem Vortrag, sowie in der Pause.

Der Förderkreis Dorfmuseum Langlingen bedankt sich bei den Beteiligten für diesen interessanten Vortragsabend und bei allen Besuchern für ihr Interesse an diesem Thema unserer Heimatgeschichte. Sie trugen alle zu einer gelungenen Veranstaltung im Aller-Haus Langlingen bei.


80 Jahre Eisenbahn Celle-Gifhorn

Vortrag durch Hans-Heinrich Heidmann
Am Freitag, den 03. Februar 2023 um 19.00 Uhr im „Aller-Haus“, Kirchstraße 1, in Langlingen.
Hans-Heinrich Heidmann aus Offensen leitet das Chronikteam des Heimatvereins Offensen-Schwachhausen. Das Team arbeitet an der Erstellung der Dorfchronik.
In seinem Vortrag wird zunächst die 21 jährige Planungsphase der hiesigen Eisenbahnstrecke, in der sich die Dörfer Offensen-Schwachhausen und Langlingen für den Bau auf dem linken Allerufer einsetzten, erläutert. Er spricht über den Betrieb der Bahnlinie ab 1913 bis zu ersten Streckensperrungen 1967 und der Fahrt des letzten Zuges 1993. Viele mit der Bahnlinie in Zusammenhang stehende Fakten und Ereignisse werden vorgetragen. Eine Besonderheit waren die Dreharbeiten für den Film „Kongo-Express“ im Jahr 1939. Weiterhin wird er aus eigener Erfahrung über die Fahrten mit Schienenbussen und das Verladen von Zuckerrüben auf dem Offensener Bahnhof berichten. Der Vortrag wird durch eine Pause unterbrochen und dauert etwa 2 Stunden. Der Eintritt ist frei

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Neuer Ziehbrunnen

Neuer Ziehbrunnen am Dorfmuseum aufgestellt

Die Hölzer des Ziehbrunnens am Dorfmuseum waren in die Jahre gekommen und die ständige Bewitterung hatte ihnen zugesetzt. Auch die Standfestigkeit des Gabelbaumes war nicht mehr zufriedenstellend. Deshalb wurden neue Hölzer ausgesucht, zum Museum transportiert und an Ort und Stelle geputzt und zurechtgesägt. Dann wurde der alte Brunnen abgebaut und der neue aufgestellt. Pünktlich zum Erntedankfest waren alle Arbeiten erledigt und der neue Ziehbrunnen konnte den vielen Besuchern präsentiert werden. Ein herzlicher Dank geht an alle Helfer und Unterstützer dieses Projektes.